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FAQs

1. Was ist ein Vermittlungsgutschein?

Ein Vermittlungsgutschein (VGS) ist ein Dokument, in dem sich die Bundesagentur für Arbeit oder eine andere staatliche Institution der Arbeitsförderung (z. B. Jobcenter oder Optionsmodell) verpflichtet, an einen privaten Arbeitsvermittler einen bestimmten Betrag zu zahlen, wenn dieser den Inhaber des Vermittlungsgutscheins in eine mindestens 15 Wochenstunden umfassende sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt.

2. Wie komme ich an einen Vermittlungsgutschein?

Dieser wird, je nach Zuständigkeit, von der Agentur für Arbeit, der ARGE oder dem Jobcenter ausgestellt. Jedoch geschieht dies nicht automatisch. Wenn er einem nicht angeboten wird, fragen Sie Ihren Berater danach und bitten um Ausstellung eines Vermittlungsgutscheins. Vermittlungsgutscheine können persönlich, per Fax, Brief oder Internet bei der Agentur für Arbeit angefordert werden.

3. Ich habe einen Vermittlungsgutschein! Werden Sie mich vermitteln?

Ja, wir werden all unsere Kontakte nutzen, um Ihnen eine neue berufliche Herausforderung anbieten zu können! Wir können den Erfolg zwar nicht garantieren, werden uns aber gerne um einen neuen Job für Sie kümmern.

4. Welche Fristen muss ich beachten, um den Gutschein zu erhalten?

Bezieher von Arbeitslosengeld I in Deutschland haben nach § 421g SGB III einen Rechtsanspruch auf einen Vermittlungsgutschein (VGS), wenn sie seit mindestens 6 Wochen arbeitslos sind (s. u.). Bei Beziehern von Arbeitslosengeld II ist dies Ermessenssache. Auch Personen, die in einer Maßnahme zur Arbeitsbeschaffung oder zur Strukturanpassung sind, haben einen Anspruch darauf.

5. Wie lang ist ein Vermittlungsgutschein gültig?

Der Vermittlungsgutschein gilt bis zu 3 Monate und kann danach verlängert werden, sofern der Anspruch immer noch besteht.

6. Was ist ein Vermittlungsvertrag?

Nach § 296 SGB III muss zwischen dem arbeitssuchenden Bewerber und dem privaten Arbeitsvermittler ein schriftlicher Vermittlungsvertrag geschlossen werden. Dieser Vermittlungsvertrag muss bereits vor einer Vermittlung vorliegen, da ansonsten der Vermittlungsgutschein nicht ausgezahlt wird. Aus dem Vermittlungsvertrag muss insbesondere die Vermittlungsvergütung hervorgehen, die der Arbeitsuchende bei Erfolg an den Vermittler zahlen soll. Dieses Arbeitnehmer-Honorar orientiert sich grundsätzlich an der Höhe des vorliegenden Vermittlungsgutscheines (i.d.R. 2000 €).

7. Wozu wird dieser benötigt?

Der Vermittlungsvertrag ist ein Maklervertrag, da ausschließlich bei einem Vermittlungserfolg eine Vergütung fällig wird. Er ist Basis der Zusammenarbeit zwischen dem Vermittler und dem zu Vermittelnden. Nach erfolgreicher Vermittlung kann der Arbeitsvermittler der Institution, die den Vermittlungsgutschein ausgestellt hat, 2 Raten in Rechnung stellen: 1. Rate nach 6 Wochen in Beschäftigung / 1000 € (incl. 19% USt) 2. Rate nach 6 Monaten in Beschäftigung / 1000 € (incl. 19% USt) bis max. 1500 € (im Sonderfall)

8. Welche Verpflichtungen gehe ich bei Vertragsunterzeichnung ein?

Der Vermittlungsnehmer arbeitet aktiv an der Erstellung der vorgenannten Unterlagen mit.
a. Der Vermittlungsnehmer stellt dem Personalvermittler zur Bewerbung folgende Unterlagen in vollständiger und ansprechender Form zur Verfügung: Lebenslauf, Tätigkeitsbeschreibungen, Zeugnisse, Beurteilungen. Auf Anforderung des Personalvermittlers erfolgen weitere Zuarbeiten.
b. Sollten Unterlagen fehlen, insbesondere Beurteilungen der letzten Arbeitsstellen, behält sich der Personalvermittler vor, mit dem vorhergehenden Arbeitgeber Rücksprache zu führen und erforderliche Informationen einzuholen. Der Vermittlungsnehmer gestattet dieses hiermit ausdrücklich.
c. Der Vermittlungsnehmer veranlasst, dass vor Aufnahme eines regulären Arbeitsverhältnisses die für ihn möglichen Förderungen nach SGB III beantragt werden. Der Vermittlungsnehmer erklärt sich bereit, eine Trainingsmaßnahme nach §§ 48 ff. SGB III in einem Unternehmen zu absolvieren, wenn dieses der individuelle Eingliederungsplan vorsieht.
d. Der Vermittlungsnehmer mit Vermittlungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit verpflichtet sich, unmittelbar nach erfolgreicher Vermittlung die Kopie des Arbeitsvertrages und den Vermittlungsgutschein im Original durch eine persönliche Übergabe oder mittels eines eingeschriebenen Briefes auf Kosten des Vermittlungsnehmers zukommen zu lassen.
e. Der Vermittlungsnehmer teilt dem Personalvermittler sechs Wochen sowie sechs Monate nach Beginn des Arbeitsverhältnisses dessen Fortbestand schriftlich mit und sendet dem Personalvermittler seine Beschäftigungsbestätigung über die Beschäftigungsfortführung zu.

9. Wie lange binde ich mich an den Vermittlungsvertrag?

Der Vermittlungsvertrag beginnt am Tag der Vertragsunterzeichnung durch beide Vertragsparteien. Er gilt unbefristet.
Der Vermittlungsvertrag endet ohne Kündigung durch Vermittlung des Vermittlungsnehmers in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit
mindestens 15 Arbeitsstunden pro Woche. Maßgeblich für das Vertragsende ist dabei der Beginn des Arbeitsverhältnisses.
Der Vermittlungsvertrag kann von jeder Vertragspartei ordentlich mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende des Monats gekündigt werden.
Die Kündigung hat schriftlich, telefonisch oder per E-Mail zu erfolgen.
Kommt ein Arbeitsverhältnis infolge von Vermittlungsleistungen des Personalvermittlers zustande, besteht der Anspruch auf die Vermittlungsvergütung fort.

10. Ist die Vermittlung für mich kostenlos?

Ja die Vermittlung ist für Sie kostenfrei, sofern Sie im Besitz eines gültigen Vermittlungsgutscheins sind.

11. Wie verhält es sich, wenn ich noch im Job bin und haben keinen Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein habe?

Sofern Sie noch keine 6 Wochen arbeitslos sind, können Sie selbstverständlich dennoch gern Kontakt zu uns aufnehmen und sich bereits bewerben. So nehmen wir Sie schon mal in unseren Bewerberpool auf und den Vermittlungsgutschein können Sie uns zu gegebener Zeit nachreichen.
Sollten Sie prinzipiell keinen Anspruch auf einen Vermittlungsgutschein haben, weil sie sich beispielsweise noch in einem Arbeitsverhältnis befinden, steht einem Vermittlungsvertrag dennoch nichts im Weg. Die Erfolgsprovision müssen Sie oder eine dritte Person dann zwar selbst tragen, jedoch können Sie diese in der Regel steuerlich geltend machen und sie armortisiert sich sehr schnell durch Ihre Einkünfte aus dem neuen Job. Sie zahlen die erste Rate erst mit Unterzeichnung des Arbeitsvertrages und die zweite Rate nach Erhalt der ersten Gehaltszahlung gehen damit nicht in Vorzahlung und keinerlei Risiko ein. Es lohnt sich also in jedem Fall!

12. Sind Sie eine Zeitarbeitsfirma?

Nein, wir sind kein Zeitarbeitsunternehmen.

13. Bieten Sie nur Vollzeitstellen oder auch Teilzeitstellen an?

Je nach Wunsch und Marktsituation bieten wir Ihnen sowohl sozialversicherungs-pflichtige Vollzeit- aber auch Teilzeitstellen. Unser Ziel ist es dabei stets, Sie zeitnah auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.


Kontakt

Gern berät Sie:
Tatjana Heinz

Tel:  +49 (0)3 51/3 20 73 7-10
Fax: +49 (0)3 51/3 20 73 7-19
E-Mail: tatjana.heinz@athalix.de

athalix Personalmanagement
Könneritzstraße 7
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